Wissenswertes über Klärschlamm

Klärschlamm ist ein nicht vermeidbares Abfallprodukt aus der Abwasserreinigung in den Kläranlagen. In Mecklenburg-Vorpommern erzeugen derzeit rund 200 Kläranlagen rund 40.000 Tonnen Trockensubstanz pro Jahr (TS/a).

Klärschlamm ist ein besonderer Stoff:

  • Er enthält viele Nährstoffe, so dass er als Dünger in der Landwirtschaft eingesetzt werden kann. Zudem ist er energiereich und gilt in der Abfallwirtschaft als Sekundärrohstoff.
  • Er ist allerdings auch mit Schwermetallen, organischen Schadstoffen und Medikamentenrückständen belastet.
  • Bisher wurde in Mecklenburg-Vorpommern Klärschlamm zu 75 Prozent landwirtschaftlich verwertet.

Verlässt der Klärschlamm die Kläranlage, wird er zum Abfall. Damit fällt er unter die Vorgaben

  • des europäischen Abfallrechts (EU-Abfallrichtlinie),
  • des nationalen Abfallrechts:
  • des 2012 novellierten Kreislaufwirtschaftsgesetzes (KrWG) und
  • der 2017 novellierten Klärschlammverordnung (AbfKlärV).

Da Klärschlamm auch als Dünger in der Landwirtschaft sowie im Landbau eingesetzt wird, greifen zudem

  • das Düngegesetz (DüMG) und
  • die Düngemittelverordnung (DüVO).