Mit Sorgfalt den idealen Standort ermittelt

Aktuell beraten die Gremien der Universitäts- und Hansestadt Rostock über diesen Standort.

Wie umweltschonend und nachhaltig die Anlage arbeitet, entscheidet der Standort. Ist dieser geschickt gewählt, lassen sich hohe Energiesparpotentiale realisieren. Bereits 2016 beauftragte die KKMV eine umfangreiche Standortanalyse, die neun geeignete Flächen im gesamten Einzugsbereich der Kooperation auf ihre Eignung für die Errichtung einer zentralen Verwertungsanlage untersuchte. Das Ergebnis ist, dass der Standort neben der Zentralen Kläranlage in Rostock die besten Möglichkeiten für einen umweltgerechten und nachhaltigen Betrieb der Anlage bietet.

Die Standort-Vorteile der ZKA Rostock

Pluspunkt 1: Direkte Energieverwertung
In Rostock ist es möglich, die Verwertungsanlage in der Nachbarschaft der Kläranlage und mit Anschluss an das Fernwärmenetz zu bauen: Auf dem Grundstück befand sich früher ein Heizkraftwerk, damit ist ein direkter Anschluss der neuen Anlage an das Fernheiznetz der Hanse- und Universitätsstadt Rostock möglich. Das sehr gut ausgebaute Fernwärmenetz hat eine Sommergrundlast von rund 11 MW. Aufgrund dieser Größe ist sichergestellt, dass sich die gesamte, durch die Verwertungsanlage bereitgestellte thermische Energie ganzjährig ohne Verluste einspeisen lässt. Denn die durch die Schlammverbrennung entstehende thermische Energie wird nur teilweise für die Deckung des energetischen Eigenbedarfs der Anlage benötigt.

Die Energieausbeute wird mehr als fünf Megawatt betragen, durch diesen Anteil grüner Energie könnten bei der Fernwärmeversorgung rund 3,5 Millionen Kubikmeter Erdgas jährlich eingespart werden.

Pluspunkt 2: Logistikoptimierung
Mit rund 20.000 Tonnen OS* pro Jahr erzeugt Rostock die weitaus größte Menge an Klärschlamm in MV. Bei der Realisierung der Verwertungsanlage neben der Kläranlage ließe sich aufgrund der kurzen Anbindung die Schlammmenge ohne Straßentransport direkt in die Anlage fördern.

*Originalsubstanz

Pluspunkt 3: Behandlungskapazitäten direkt vor Ort
Die bei der Vortrocknung der Schlämme entstehenden Brüden (thermisch aus dem Schlamm entferntes Wasser) müssen in einer Kläranlage gereinigt werden. Die dazu notwendige Reinigungskapazität ist in der Zentralen Kläranlage Rostock vorhanden. Beim Betrieb der Abgasreinigung fällt salzhaltiges Abwasser an. Auch dieses Abwasser kann in der ZKA behandelt werden.

Pluspunkt 4: Rostock wird zum Klimaschutz-Zentrum
Eine Klärschlamm-Verwertungsanlage bietet auch Standortsicherheit für weitere wirtschaftliche Ansiedelungen: Es ist ein Zukunfts-Invest in einen prosperierenden Handels- und Wirtschaftsstandort.

Mit der Anbindung an das Fernwärmenetz gelingt es zudem, die Klimaschutz-Ziele "Masterplan 100% Klimaschutz" konkret umzusetzen. Die KKMV leistet mit der innovativen Klärschlammverwertungsanlage einen wesentlichen Beitrag zum gelebten Umwelt- und Naturschutz.

 

Blick über die Grenze: Ein Video zum Klärwerk Werdhölzli, der zentralen Kläranlage in Zürich. Auch diese Kläranlage liegt im Stadtbereich, direkt am Ufer des Flusses Limat. Auf dem Gelände der Kläranlage wird seit mehr als zwei Jahren eine thermische Klärschlamm-Verwertungsanlage betrieben, die in Größe, Ausstattung und Technik unserem Vorhaben in Rostock entspricht.