Referenzprojekt für nachhaltige Energiegewinnung und CO2-Ersparnis

Durch die Kombination von dezentraler Vortrocknung und zentraler Verbrennung des hochkalorischen Klärschlammes wird die Rostocker Anlage rund 44.000 MWh thermische Energie pro Jahr für das Fernwärmenetz der Hanse- und Universitätsstadt bereitstellen können. Diese Energiemenge entspricht rund fünf Prozent des Gesamtaufwandes der Fernwärme und kann etwa 3.700 Haushalte mit grüner Wärme versorgen. Aufgrund des biogenen Ursprungs ist die Energieerzeugung aus der thermischen Behandlung der Schlämme als klimaneutral einzustufen. Bei der thermischen Verwertung von Klärschlamm entsteht lediglich regeneratives CO2, womit Klärschlamm auch als erneuerbare Energiequelle einzustufen ist.

Eine derart hohe Energieeffizienz ist ausschließlich mit einer zentralen Anlage möglich. Die Verbrennung in einer stationären Wirbelschicht bietet hierzu das geeignete Verfahren. In Relation zum Energiegewinn der zentralen Anlage liegt der Energieaufwand für die Transporte bei unter zwei Prozent.

Das gesamte Projekt erzielt CO2-Einsparungen von rund 10.000 Tonnen pro Jahr. Diese ergeben sich durch die dezentrale Vortrocknung (Einsparung durch Abwärmenutzung in den dezentralen Kläranlagen), den Wegfall von Transportaufwand (Dieseleinsparung) und die Nutzung der bei der thermischen Aufbereitung erzeugten Energie für das Rostocker Fernwärmenetz.

Durch das Recycling der Klärschlämme gelingt es, fossile Ressourcen einzusparen, das energetische Potential von Abfall mit hohem Wirkungsgrad zu nutzen und eine echte Kreislaufwirtschaft zu errichten. Mit Inbetriebnahme der neuen Anlage kann die KKMV wichtige Ziele des Energiebündnisses Rostock "Masterplan 100% Klimaschutz" konkret umsetzen.