Zu 100 Prozent gesetzeskonform: die Phosphor-Rückgewinnung

Ein zentraler Bestandteil des Anlagenkonzeptes von Rostock ist, die Grundlage für die höchstmögliche Rückgewinnung des Phosphors aus den behandelten Klärschlämmen zu schaffen. Aus der Asche der Klärschlamm-Monoverwertung lassen sich aufgrund der hohen Konzentration bis zu 90% des vorhandenen Phosphors zurückgewinnen. Bei entwässerten Schlämmen liegt die Rückgewinnungsquote bei etwa 50%.

Aufgrund der ländlichen Struktur des Einzugsgebietes bieten die Klärschlämme der KKMV also ideale Grundvorrausetzungen für eine effektive Phosphorrückgewinnung. Die Auswertung aktueller Klärschlammanalysen aus den 24 Kläranlagen der Kooperation hat ergeben, dass

  • der Anteil des nutzbaren Phosphats (P2O5) etwa 22% beträgt
  • und alle weiteren Komponenten deutlich unter den Grenzwerten der Düngemittelverordnung (DüMV) liegen.

Damit ist die Asche ein idealer Grundstoff für einen umweltneutralen und hochwertigen Dünger. Ein sinnvoller Ansatz könnte daher sein, entweder die heute bereits praktizierte Direktverwertung der Asche in der Landwirtschaft anzustreben oder die rückstandsfreie Aufbereitung des gesamten Ascheaufkommens zu einem verkaufsfähigen Dünger zu projektieren.