Die dezentrale Vortrocknung sorgt für Energieeffizienz

Ein wesentlicher Baustein des Gesamtkonzeptes der KKMV ist die weitestgehende, dezentrale Vortrocknung der Klärschlämme an geeigneten Anfallstellen. So untersuchte man bereits frühzeitig, auf welchen der 24 Kläranlagen der Gesellschafter freie und für eine Trocknungsanlage nutzbare Abwärme-Potentiale zur Verfügung stehen.

Als Ergebnis wurden drei Standorte identifiziert, an denen die Kooperation Trocknungsanlagen errichten würde. In zwei davon (Grevesmühlen und Schwerin) liegt das Temperaturniveau der Wärmequelle bei rund 70 °C. Dort entstehen Abwärme-gestützte Solartrockner. Am Standort Stavenhagen steht Hochtemperaturwärme aus einem EBS-Kraftwerk zur Verfügung. Dort ist ein Bandtrockner geplant.

Die dezentrale Trocknung reduziert das Transportvolumen um rund 30 Prozent (18.500 t/a). Somit fallen auch deutlich weniger Lkw-Anlieferungen an der Verwertungsanlage in Rostock an. Zudem sorgt die dezentrale Vortrocknung für eine signifikante Reduzierung der Trocknungskapazität an der zentralen Verwertungsanlage. Damit kann sowohl der thermische als auch der elektrische Eigenenergiebedarf der Anlage deutlich reduziert werden. Das hat zur Folge, dass wesentlich mehr Wärme für die Einspeisung ins Fernwärmenetz zur Verfügung steht.