Bewährte und optimal auf die Fraktion ausgerichtete Anlagentechnik

Beim technischen Anlagenkonzept orientiert sich die KKMV an Referenzanlagen, die in ähnlicher Größe und mit einem vergleichbarem Konzept wie die in Rostock geplante Anlage arbeiten: die Anlage der ERZ in Zürich (Inbetriebnahme 2015) und die Anlage Lynetten von BIOFOS in Kopenhagen (Inbetriebnahme 2011). Beide Anlagen zeichnen sich durch die Kombination von konventioneller Technik, hocheffektiver Rauchgasreinigung und energieeffizienter Einspeisung von Wärme in ein Fernwärmenetz aus.

Es ist vorgesehen, dass die thermo-solar-getrockneten Schlämme zusammen mit den entwässerten Schlämmen über einen gemeinsamen Annahme-Bunker angeliefert und mittels der Krananlage sowie dem nachfolgenden Scheibentrockner vermischt und homogenisiert werden. Der Eintrag in den Ofen erfolgt für diesen Teilstrom mit einem klassischen Wurfbeschicker. Vollgetrockneter Schlamm (>90% TS) wird über ein separates Silo und ein pneumatisches Fördersystem zum Wirbelschichtofen geleitet und direkt eingetragen.

Obwohl das grundsätzliche Anlagenkonzept auf der konventionellen und durch zahlreiche Referenzen belegten Technik der stationären Wirbelschicht basiert, soll bei der Reinigung der Rauchgase besonderer Wert auf modernste Technik gelegt werden. Auch hier orientiert man sich an den beiden oben genannten Referenzanlagen, die mit jeweils vierstufigen Systemen sehr hohe Reinigungsleistungen erzielen und die Grenzwerte des Bundes-Immissionsschutz-Gesetzes weit unterschreiten. Damit ist sichergestellt, dass die Verwertungsanlage keinen negativen Einfluss auf die Luftqualität der Hansestadt Rostock haben wird.